Grundschule Glane
 

Präventionsmaßnahmen

Um die Schüler/innen stark, selbstbewusst und vor den Versuchungen und Gefahren des Alltags geschützt zu entlassen, haben wir verschiedene Maßnahmen in unser Schulleben integriert.

Einige stellen wir Ihnen schon vor:

 

1. Zum Beispiel das Programm "Klasse 2000"

Ziel des Programmes ist es, Schüler und Schülerinnen zu einem gesunden suchtfreien Leben zu erziehen. Bei unseren Grundschulkindern stellen Alkohol- und Tabakmissbrauch in der Regel noch kein Problem dar. Je früher jedoch eine Suchtvorbeugung in diesen Bereichen ansetzt, desto wirksamer ist sie.

  • Unsere Schüler und Schülerinnen kennen ihren Körper und entwickeln eine positive Einstellung zur Gesundheit.

  • Die Kinder erfahren die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung.

  • Sie entwickeln persönliche und soziale Kompetenzen.

  • Die Kinder haben Freude an einem aktiven Leben.

  • Sie setzen sich kritisch mit den Themen Tabak und Alkohol auseinander.

  • Schule und Eltern unterstützen die Kinder gemeinsam.

Klasse 2000

Seit dem Schuljahr 2010/ 2011 nimmt die Grundschule Glane an dem bundesweit größten Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung in der Grundschule teil. Dabei lernen die Kinder ihren Körper besser kennen und erfahren viel über gesunde Ernährung, Bewegung und Entspannung. Des Weiteren werden bei Klasse2000 Fähigkeiten, wie angemessen mit Gefühlen umgehen, Probleme lösen und einen Streit ohne Gewalt lösen, geübt. Eine weitere Kompetenz, die den Kindern nahe gebracht werden soll, ist der Themenschwerpunkt kritisch denken und Nein sagen (z. B. zu Alkohol und Tabak). Das Unterrichtsprogramm beginnt mit der 1. Klasse und setzt sich dann die gesamte Grundschulzeit bis zur 4. Klasse weiter fort.

Die Themen sind wie folgt vorgesehen:

Klasse 1:

  • Mein Körper (Körperteile benennen, Unterschiedlichkeit von Körpern/ Jungen und Mädchen, Körperpflege)

  • Zähne und Zahnpflege

Klasse 2:

  • Unsere fünf Sinne (Beeinträchtigungen des Körpers durch Lärm, Sonne usw.)

Klasse 3:

  • Gesunde Ernährung (Gesundes Frühstück/ Der Weg der Nahrung/ Die Ernährungspyramide)

Klasse 4:

  • Sexualerziehung (Mann – Frau, Vater – Mutter, Verhütung, Schutz vor Geschlechtskrankheiten)

  • Verhalten bei Verkehrsunfällen (Erste Hilfe bei kleinen Verletzungen)

  • Kritische Betrachtung von Tabak- und Alkoholkonsum (Zigaretten- und Alkoholwerbung kritisch hinterfragen, Gruppendruck erkennen, „Nein-Sagen“ trainieren)

 

2. Zum Beispiel das Programm: "Geheimsache Igel":

Das Theaterstück „Geheimsache Igel“ zur Gewaltprävention in den Klassen 1 und 2 schließt sich an die Präventionsmaßnahmen der Kindergärten an.

Ziel unserer Gewaltprävention ist es, die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, ihnen Wege zu einem aktiven selbstbestimmten Handeln aufzuzeigen und ein positives Klima im sozialen Miteinander zu schaffen.

Im jährlichen Wechsel findet für jeweils zwei Jahrgänge (1./2. oder 3./4. Klassen) ein Gewaltpräventionsprojekt statt: „Geheimsache Igel“ (unter der Schirmherrschaft von Kiwanis) für die Jahrgänge 1/2 und „Mein Körper gehört mir“ (Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück) für die Jahrgänge 3/4.

„Geheimsache Igel“ ist ein Theaterstück, das für Kinder im Vor- und Grundschulalter geschrieben wurde. Es soll Pädagogen, Eltern und Kinder für das Thema der sexuellen Gewalt sensibilisieren.

Das Theaterstück versteht sich als emotionaler „Türöffner“, durch das diese Problematik altersgerecht aufbereitet wird. Im Vorfeld werden die Eltern im Rahmen einer Informationsveranstaltung über Inhalt und Ablauf der Präventionsmaßnahme in Kenntnis gesetzt.

Unmittelbar an die Theateraufführung schließt sich ein Gespräch zwischen Schauspielern und Kindern an.

Außerdem folgt in den weiteren Wochen eine intensive Nachbereitung in den einzelnen Klassen. Durch das Malen von Bildern, Aktions- und Rollenspiele, Video-, Fotoprojekte usw. werden die Inhalte des Theaterstückes vertieft und verarbeitet.

 

3. Zum Beispiel das Programm "Mein Körper gehört mir"

Dies ist ein Angebot der theaterpädagogischen Werkstatt für die dritten und vierten Klassen und schließt sich inhaltlich an die "Geheimsache Igel" an.

Es wendet sich mit folgendem Text direkt an die Kinder:

"Weißt du, was sexueller Missbrauch ist?

Manchen fällt es nicht leicht darüber zu sprechen, nicht wahr?

Es ist wichtig, über sexuellen Missbrauch zu sprechen und darüber, wie wir uns Hilfe holen können

Und weil das so wichtig ist, wollen wir euch das mal mit unseren Worten erklären. Wenn du ein Mädchen bist, und jemand fasst dir an deine Brust oder an deine Scheide oder an deinen Po und du bekommst dabei ein Nein-Gefühl, weil du merkst, dass da etwas komisch ist, dann ist das sexueller Missbrauch.

Und wenn du ein Junge bist, und jemand fasst deinen Penis oder deinen Po an, und du bekommst dabei ein Nein-Gefühl, weil du merkst, dass da etwas nicht stimmt, dann ist das sexueller Missbrauch.

Es ist auch sexueller Missbrauch, wenn dich jemand zwingt oder überredet, z.B. den Penis oder die Scheide anzufassen oder anzuschauen und dabei dein Vertrauen oder deine Unwissen ausnutzt."

4. Zum Beispiel der "Aktionstag Internet""

Der Aktionstag Internet wird jedes Jahr an unserer Schule von einem Medienpädagogen für die vierten Klassen durchgeführt. Es umfasst die Themen Soziale Netzwerke, Cybermobbing, Abzocke im Netz,  Datenschutz und geht auf Beratungsangebote ein, wie zum Beispiel www.juuuport.de. Die Themen werden sowohl medienpraktisch als auch theoretisch erarbeitet.

Das Internet mit seinen Web-2.0 Angeboten ist mittlerweile fester Bestandteil der Jugendkultur und der Kommunikation von Kindern und Jugendlichen. Im Alter von 10 bis 13 Jahren steigen viele Kinder und Jugendliche eigenständig in die Welten des Internets ein (siehe zum Beispiel KIM-Studie 2016). Diese Altersgruppe soll mit dem Projekt Aktionstag Internet beim Einstieg in die Nutzung des Internets begleitet und geschult werden. Ziel des Aktionstages ist es, Kinder und Jugendliche an die Angebote des Internets, insbesondere der Sozialen Netzwerke, heranzuführen und über Möglichkeiten des kreativen Umgangs sowie über die Probleme und Gefahren bei der Nutzung aufzuklären. Daneben sollen Lehrerinnen und Lehrer motiviert werden, sich für den Bereich der Nutzung digitaler Medien durch Kinder und Jugendliche zu qualifizieren.