Grundschule Glane
 

Sprachförderung

Konzept zu Sprachförder- sowie Sprachlernmaßnahmen der GS Glane

Schulpflichtige Kinder, die ohne oder mit geringen deutschen Sprachkenntnissen in unserer Schule in den Klassen nicht mitarbeiten können, erhalten eine Sprachförderung, ebenso wie Kinder in ihrem letzten kindergartenjahr vor der Einschulung.

Für eine  Verständigung außerhalb der Familie, ist es wichtig, dass die Kinder schnell grundlegende Deutschkenntnisse erwerben. Sie können so leichter Freundschaften schließen und sich in ihrem Alltag verständigen.

 

Für die erfolgreiche Teilnahme am Gemeinschaftsleben, am Unterricht und am Schulleben, muss ein Kind sich verständlich machen und andere verstehen. Es sollte nachfragen können, wenn ihm etwas unklar ist, den Aufforderungen der Lehrkraft folgen können,  sich mit seinen Interessen in den Unterricht einbringen und sich mitteilen können. Die Voraussetzung dafür sind ausreichende Deutschkenntnisse. Dabei steht der Mitteilungsaspekt im Vordergrund. Art und Umfang der Aktivitäten zum Erwerb der Sprache werden von der individuellen Lernentwicklung des Kindes, dem zur Verfügung stehenden Zeitrahmen, den örtlichen Gegebenheiten und den Möglichkeiten, Interessen und Fähigkeiten der Lerngruppe bestimmt.

 

 

1.  Sprachförderung vor der Einschulung

 

Organisatorische Rahmenbedingungen in Glane

 

Zum Einzugsbereich der Grundschule Glane gehören zwei Kindergärten: Der Kindergarten „Sankt Franziskus“ in Glane und der Kindergarten „Guter Hirte“ in Sentrup.

Aufgabe von Kindergärten und Schule ist es, zunächst einen möglichen Sprachförderbedarf der künftigen Vorschulkinder zu ermitteln, um den Sprachförderunterricht dann im Jahr vor der Einschulung durchführen zu können. (siehe 1.1)

Nach erfolgtem Sprachfeststellungsverfahren wird - in Absprache mit den Kindergärten - je nach Anzahl der zu fördernden Kinder und dem jeweiligen Sprachentwicklungsstand entschieden,

-       in welcher Gruppengröße,

-       in welcher Gruppenzusammensetzung und

-       zu welchen Zeiten

die Kinder die ihnen zustehenden Sprachförderstunden durch eine Lehrerin unserer Schule erhalten.

 

2. Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten

Die Schule übernimmt die Aufgabe, die Eltern der zu fördernden Kinder über Inhalte und Ziele der Sprachförderung vor der Einschulung zu informieren und ihnen Anregungen zu geben, wie sie die Sprachentwicklung ihrer Kinder unterstützen können. Dabei gilt es, den Eltern die grundlegende Bedeutung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit von Elternhaus, Kindergarten und Schule nahezulegen.

Bei Kindern nichtdeutscher Herkunft ist es darüber hinaus für die Eltern wichtig zu erfahren,

-       dass die Beherrschung der Erstsprache eine wesentliche Grundlage für den Erwerb der Zweitsprache (Deutsch) ist. Eltern erfahren so, dass auch sie für ihre Kinder einen wesentlichen Beitrag zum Erlernen der Zweitsprache leisten.

-       dass Kontakte zu deutschen Kindern über den Kindergarten- oder Schulvormittag hinaus wichtig sind.

 

 

3. Sprachförderung nach der Einschulung

An die Sprachförderung im Kindergarten schließt die schulische Sprachförderung für  Kinder nicht deutscher Herkunftssprache an. Der Sprachförderunterricht für diese Schülerinnen und Schüler wird auf Grundlage der individuellen Lernentwicklung erteilt. Dabei steht die Entwicklung und Förderung der bildungssprachlichen Fähigkeiten im Mittelpunkt. Darüber hinaus findet eine Sprachförderung während des Unterrichts in den Fächern und allen anderen schulischen Bereichen statt.

 

4. Allgemeine Ziele der Sprachförderung

Der Ausgangspunkt der Sprachförderung ist die Erarbeitung von kommunikativen Fähigkeiten und sprachlichen Kompetenzen.

Die Basis der Sprachförderung bildet die Erarbeitung und Erweiterung des Wortschatzes sowie der grundlegenden grammatischen Strukturen.

Es werden Formen der Satzbildung erarbeitet und geübt. Hierzu wird Vorgesagtes nachgesprochen, etwas beschrieben, Erlebtes erzählt, Wünsche geäußert, Sprechverse und Lieder auswendig gelernt und Übungen zum Hörverständnis durchgeführt.

Das Erkennen von Lauten, das Üben von lautgetreuem Sprechen und das Bilden von Silben sind die wesentlichen Bereiche der Sprecherziehung. Dadurch wird die Lautstruktur der deutschen Sprache erfasst.

Darüber hinaus werden wesentliche sprachliche Strukturen gefördert. Hier zählen die Einzahl- und Mehrzahlbildung, die Verwendung der Artikel und Präpositionen, die Personal- und Zeitformen der Verben sowie der Satzbau.